PROGRAMM2019-01-16T10:05:58+00:00

GLEICHE CHANCEN FÜR ALLE

Die Zukunft liegt in unseren Händen

In Deutschland entscheiden oftmals nicht die Talente und Fähigkeiten über den Weg in die Hochschule, sondern die familiären Hintergründe. Ein zentrales Ziel des Talentscouting Programm ist deshalb, jungen Menschen gleiche Bildungschancen zu ermöglichen – unabhängig vom Nachnamen oder Einkommen der Eltern. Geeignete Jugendliche ohne akademische Wurzeln werden ermutigt, sich ein Studium zuzutrauen und dabei unterstützt, diesen Weg auch erfolgreich zu bestehen. Der Zusammenhang zwischen familiärer Herkunft und dem Bildungserfolg junger Menschen ist in der Bundesrepublik Deutschland so groß wie in keinem anderen europäischen Land. Insbesondere Kinder und Jugendliche aus Familien ohne akademische Erfahrung und/oder mit Zuwanderungsgeschichte haben im stark selektiven deutschen Bildungssystem erhebliche Hürden zu überwinden und sind daher im Hochschulbereich deutlich unterrepräsentiert. So nehmen lediglich 23% der Kinder von Nicht-Akademikern ein Hochschulstudium auf, während es unter Akademikerkindern 77% sind, wie aus der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes hervorgeht.
Oft fehlt es an Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Stärken. Mit dem Talentscouting-Programm der Universität Duisburg-Essen sollen Jugendliche aus Nichtakademiker- und Zuwandererfamilien gezielt angesprochen, individuell orientiert und in ihrer Bildungsentscheidung unterstützt werden. Das Land NRW in Form des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung stellt dafür bis 2020 jährlich bis zu 6,4 Millionen Euro zur Verfügung. Die sieben beteiligten NRW-Hochschulen (Westfälische Hochschule, Ruhr-Universität und Hochschule Bochum, Technische Universität und Fachhochschule Dortmund, Hochschule Ruhr-West und die Universität Duisburg-Essen) haben sich über einen Wettbewerb der Landesregierung für das Programm qualifiziert.  Seit 2017 sind sieben weitere Hochschulen aus ganz NRW hinzugekommen: die RWTH Aachen, FH Aachen, Universität Köln, TH Köln, FH OWL (für den Hochschulverbund OWL mit den Universitäten Bielefeld und Paderborn sowie den Fachhochschulen Bielefeld und OWL), die Universität Düsseldorf und Universität Wuppertal.

Die Heimat der Scouts

Die Universität Duisburg-Essen (UDE), 2003 aus einer Fusion der beiden Universitäten in Duisburg und in Essen hervorgegangen, ist mit derzeit ca. 41.000 Studierenden die zweitgrößte Präsenzuniversität des Ruhrgebiets und gehört zu den zehn größten Universitäten Deutschlands. Sie bietet mehr als 100 Bachelor- und Masterstudiengänge an und vereint ganz unterschiedliche Schwerpunkte, etwa in der nanowissenschaftlichen und biomedizinischen Forschung, aber auch in der Bildungsforschung und Lehrer*innenausbildung in NRW mit einem Ausbildungsschwerpunkt im Umgang mit Heterogenität. Über die Hälfte der Studierenden sind Bildungsaufsteiger*innen, rund ein Viertel der Studierenden verfügen über einen Migrationshintergrund, etwa 16 Prozent der Studierenden stammen aus dem Ausland. Die Förderung der Studierenden gemäß ihrer heterogenen Potenziale und individuellen Bedarfe stellt aus diesen Gründen für die UDE eine bildungs- und sozialpolitische Verpflichtung dar. Das Programm NRW-Talentscouting reiht sich hier am Standort ein in eine Vielzahl von erfolgreichen und erprobten Konzepten zur Förderung der Vielfalt von Studierenden.
Durch die Einrichtung des bundesweit ersten Prorektorates für Diversity Management im Jahre 2008 entschied sich die UDE bewusst für die Förderung und Gestaltung der vorhandenen und gelebten Vielfalt. Diversity Management ist in den Leitlinien der UDE verankert und integraler Bestandteil der Hochschulentwicklungsplanung. Talentscouting wiederum wurde in die Diversity-Strategie der UDE integriert mit dem Ziel, geeignete Studienbewerber*innen zu gewinnen und die Studieneingangsphase diversitätsgerecht zu gestalten.
Mit der Einrichtung des Bereichs Offene Hochschule  am Zentrum für Hochschul- und Qualitätsentwicklung (ZfH) im Mai 2012 hat die UDE eine weitere wichtige strukturelle Voraussetzung geschaffen, sich verstärkt für neue Zielgruppen zu öffnen. Hier ist neben dem Talentscouting auch das TalentKolleg Ruhr (TKR) und OnTop angesiedelt, welche für Berufserfahrene, ausländische Akademiker*innen und Studienrückkehrende individuelle Orientierungs- und Qualifizierungsangebote bereithalten. Seit dem 01.01.2017 gehört der Bereich Offene Hochschule zum Akademischen Beratungs-Zentrum Studium und Beruf (ABZ).

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