Kooperation zwischen dem Sophie-Scholl-Berufskolleg und dem Talentscouting offiziell besiegelt

Das Talentscouting fördert auch weiterhin Talente am Berufskolleg

„Bei uns kam eine Anfrage rein, ob wir nicht am Talentscouting teilnehmen wollen. Wir hatten vom Elly-Heuss-Gymnasium gehört, dass das eine ganz tolle Sache ist. Daraufhin haben wir gesagt: ‚Das machen wir!'“ So berichtet Schulleiterin Gabriele Frerkes zur feierlichen Vertragsunterzeichnung am 11.10.2018 von den Anfängen des Talentscoutings am Sophie-Scholl-Berufskolleg. Was mit einer einfachen Anfrage begann, hat sich heute zu einer großartigen Kooperation entwickelt: Seit März kommt unser Scout Kilian Soddemann nach Marxloh und berät Schüler*innen rund um ihren zukünftigen Lebensweg. Dass die Termine bei ihm seitdem alle ausgebucht sind, spricht für sich. „Kilian kommt als Scout super an und die Schüler*innen nehmen seine Beratung sehr ernst. Deswegen wollen wir auch in Zukunft weiter nach schlummernden Talenten suchen“, bringt es Brigitte Wilken, Koordinatorin für den Bereich Beratung, auf den Punkt.

Ein relevantes Thema im Sophie-Scholl-Berufskolleg ist der Standort-Faktor: Viele Schüler haben nicht den familiären Hintergrund, welcher sie auch bei den nächsten beruflichen Schritten begleitet. „Gerade deswegen passt das Scouting so wunderbar hier in Marxloh hin“, bekräftigt Direktorin Frau Frerkes noch einmal die Relevanz der Zusammenarbeit. Dass das Konzept Früchte trägt, zeigen auch die Berichte der Talente, welche ebenfalls zur Vertragsunterzeichnung gekommen sind.  „Kilian hat mir sehr viel Angst vor dem Studium genommen“, schwärmt Nermina, stellvertretende Schulsprecherin. Er machte sie auf Stipendien aufmerksam und beantwortete viele Fragen. „Er ist auf meine Interessen eingegangen, hat jeden Aspekt aufgegriffen, der da war. Und auf einmal merkte ich: Das ist ja alles gar nicht so kompliziert! Ich schweife nicht mehr in alle Richtungen, sondern habe meinen Weg gefunden.“ Dass sie den aber dennoch mit ihren Interessen verbinden kann, ist ihr nun auch klar geworden. Ein ähnliches Problem hatte auch Filiz: Sie hat sehr viele Wünsche und ihr fällt es schwer, sich dabei auf einen von ihnen zu fokussieren. „Der erste Termin hat mich dabei schon weit gebracht. Jetzt habe ich Struktur in meine Interessen und Vorstellungen bekommen.“ Florian hingegen weiß schon recht genau, was er will: Er möchte im sozialen Beruf tätig sein und seine aktuelle Erzieher-Ausbildung, die er im dualen System des Berufskollegs erhält, auch später ausüben. Allerdings würde er diese Tätigkeit gerne mit seiner Leidenschaft, der Musik, verbinden. „Mir war vor dem Termin bei Kilian gar nicht klar, dass ich  nach meiner Ausbildung eine Weiterbildung in diese Richtung machen kann.“

Der Erfolg der Beratungen fällt auch im schulischen Alltag auf – so berichtet sowohl das Kollegium als auch die Talente davon, wie die Gespräche die eigene Selbstmotivation beeinflussen. „Sie haben jetzt eine Idee, was sie machen möchten und geben jetzt richtig Gas“, fasst Koordinatorin Brigitte Wilken begeistert die Veränderung in den Schüler*innen zusammen, die sie immer wieder beobachtet. Auch von unserer Seite aus können wir nur ein positives Fazit über die bisherige Kooperation ziehen, sodass unsere Koordinatorin Sarah Schröter vor der Unterzeichnung des Vertrages noch einmal resümiert: „An dieser Schule sind wir genau am richtigen Ort, denn wir haben den gleichen Ansatz: Wir gucken auf die Potentiale der Schüler*innen und nicht auf das Image, das über Duisburg-Marxloh kursiert. Wir sind sehr dankbar für diese tolle Zusammenarbeit.“ Neben der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages findet ab sofort auch die offizielle Plakette des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Sophie-Scholl-Berufskolleg einen neuen Platz.

Wir freuen uns sehr über so eine großartige Zusammenarbeit und das Engagement von Seiten der Talente und Lehrer*innen, die so eine gute Kooperation erst ermöglichen. Wir sind sehr gespannt auf alle Talente, die wir auch weiterhin auf ihrem Weg begleiten dürfen!

Hier gibt es des weiteren einen Artikel der WAZ Duisburg zur Unterzeichnung.
Zudem berichtete auch der Wochenanzeiger Duisburg über das Zusammentreffen.