Talentgespräch mit Pascal

Der Weg zum Wunschberuf ebnet sich nicht von selbst

Pascal ist seit knapp zwei Jahren beim Talentscouting dabei. Der 18-Jährige hat erfolgreich seine Hochschulreife am Reinhard-und-Max-Mannesmann-Gymnasium in Duisburg erworben. Bevor er ab Oktober Management & Economics an der Ruhr-Universität Bochum studiert, wird er ein vierwöchiges Praktikum bei einer der vier umsatzstärksten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften der Welt absolvieren. Dass Pascal dort noch vor seinem Studium ein Praktikum machen darf, ist nicht selbstverständlich. „Diese Unternehmen suchen eigentlich nach Studierenden, die bereits mehrere Semester absolviert haben und nach dem Praktikum zeitnah anfangen können, dort zu arbeiten“, weiß Pascal. Talentscout Mesut Kader half dabei, dass eine Ausnahme gemacht wurde. „Wir haben immer wieder über meine Jobvorstellungen gesprochen. Ich habe ihm davon erzählt, dass mir die Wirtschaftsprüfung gefällt. Mesut hat dann seine Kontakte genutzt, um mir das Praktikum zu ermöglichen.“

Pascals Eltern kamen als Jugendliche aus Polen nach Deutschland. Die Tatsache, dass sie für ihn ihre beruflichen Träume aufgaben, motiviert Pascal zusätzlich, ehrgeizig an seinen Zielen zu arbeiten und etwas zurückgeben zu können. Er will nun der Erste aus seiner Familie sein, der studieren geht. Dass eine seiner großen Stärken in der Mathematik liegt, wusste er schon früh. Bereits vor dem Besuch der Grundschule konnte er Aufgaben lösen, die Kinder normalerweise in der dritten Klasse bearbeiten. Pascal nahm an verschiedenen Mathematikwettbewerben teil und gewann Preise. Der Wunsch, Mathematiklehrer zu werden, war da nur konsequent.

Als er von seiner Beratungslehrerin vor knapp zwei Jahren von der Möglichkeit erfuhr, an seiner Schule am Programm Talentscouting teilzunehmen, war er zunächst unsicher, was ihn erwarten würde. Trotzdem ließ er sich auf das Angebot ein: „Nach dem ersten Gespräch wollte ich unbedingt im Talentscouting bleiben. Ich glaube, das sagt schon alles.“ Weil er sich bezüglich seines Wunschberufes noch nicht ganz sicher war, erstellte er mit Mesut Pro- und Contra-Listen, nahm an einem Workshop zur Studien- und Berufswahl an der Universität Duisburg-Essen sowie an einem Schnup-perstudium im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule Düsseldorf teil. In der Beratung hat sich zunehmend der Wunsch gefestigt, Wirtschaftsprüfer zu werden. In seiner Freizeit begann er parallel damit, sich mit dem Thema Wirtschaft und Finanzen zu beschäftigen und einschlägige Sachbücher zu lesen.

Das Praktikum bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft soll Pascal bei der Entscheidung helfen, ob der Beruf des Wirtschaftsprüfers auch in der Praxis auf seine Interessen stößt. Es ist eine Auseinandersetzung mit sich selbst, vor Beginn eines Studiums. Gleichzeitig ist es eine Gelegenheit, erste Kontakte in der Branche zu knüpfen. Das Angebot des Talentscoutings, Pascal bei der Erreichung seiner Ziele zu unterstützen, bleibt auch nach dem Abi bestehen. Für das Praktikum wünschen wir ihm viel Erfolg!

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