Name: Rebekka
Alter: 27 Jahre
Studiengang/Schule: Wirtschaftsrecht
Stiftung: Studienstiftung des deutschen Volkes

1. Wie bist Du auf die Möglichkeit eines Stipendiums aufmerksam geworden?

Bereits während der Oberstufe wurde ich von meinem Talent-Scout über die Möglichkeit, mich um ein Stipendium zu bewerben, aufmerksam gemacht. Am Tage meiner Abitur-Abschlussfeier vergangenen Jahres wurde ich dann von meinem Schulleiter angesprochen, ob ich schon einmal über ein Stipendium nachgedacht hätte und was ich von einem Schulvorschlag hielte. Dies war der entscheidende Moment, mit dem schlussendlich alles begann.

2. Welche einzelnen Schritte musstest Du unternehmen, bis Du ein Stipendium bekommen hast?

Nach dem erfolgreichen Schulvorschlag ging es im weiteren Verlauf darum, einen Bewerbungsbogen über den persönlichen Hintergrund auszufüllen und einen ausführlichen Lebenslauf zu verfassen. Nach dem Einreichen meiner Unterlagen erhielt ich im darauffolgenden Schritt eine Einladung zu einem Auswahlseminar in Düsseldorf. Zu dem Programm auf dem Seminarwochenende gehörten, neben Einzelgesprächen, auch Gruppenrunden, in denen Vorträge gehalten und anschließende Diskussionen moderiert wurden. Das Auswahlwochenende stellte in dem Bewerbungsprozess die letzte Hürde dar.

3. Welche Voraussetzungen müssen für eine Bewerbung bei Deinem Förderwerk erfüllt werden?

Es führen tatsächlich viele Wege in die Studienstiftung. Zum einen kann man von der Schulleitung, der Hochschule oder von einer Partnerinstitution vorgeschlagen werden. Zum anderen besteht aber auch die Möglichkeit, sich über eine Selbstbewerbung, verbunden mit einem Auswahltest, für ein Stipendium zu qualifizieren. 

Die Studienstiftung des deutschen Volkes steht für Leistung, Initiative und Verantwortung, was sich auch in den Aufnahmekriterien widerspiegelt. Besonders wichtig ist gesellschaftliches Engagement, das Wahrnehmen von Verantwortung und die Bereitschaft, die persönliche Begabung in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen.

4. Vielen ist nicht klar, was gemeint ist, wenn von Förderwerken gesellschaftliches oder ehrenamtliches Engagement verlangt wird. Wie engagierst du dich?

Ich habe im Jahr 2013 gemeinsam mit Familie und Freunden den Verein Recht in Europa gegründet, welcher sich für die europäischen Werte und den innerstaatlichen Zusammenhalt einsetzt. Mein Aufgabenschwerpunkt konzentriert sich primär auf die visuelle Gestaltung von Projekten und Veranstaltungen, indem ich Plakate, Flyer und Logos entwerfe. 

Darüber hinaus bin ich seit Ende letzten Jahres in dem Sprachcafé meiner Hochschule aktiv, welches Geflüchteten dabei hilft, einen Einblick in den Studienalltag in Deutschland zu erhalten und sie dabei unterstützt, die individuellen Sprachkenntnisse zu verbessern.

5. Was beinhaltet Dein Stipendium und wie hast Du im Detail davon profitiert?

Ich bin erst seit ein paar Monaten Stipendiatin und profitiere bereits von einem breit aufgestellten Netzwerk und einem sehr vielseitigen ideellen Förderprogramm. Besonders das Bildungsprogramm, welches einen Blick über den Tellerrand des eigenen Studienfachs hinaus ermöglicht, bietet viele spannende Möglichkeiten, mit anderen in den Austausch zu treten, an Akademien teilzunehmen und z.B. Sprachkurse im Ausland zu absolvieren. 

Wie wertvoll und bereichernd so ein Austausch sein kann, wurde mir bereits auf meinem Auswahlwochenende bewusst, welches für mich eine sehr schöne Erfahrung darstellte und an das ich sehr gerne zurückdenke. Neben der ideellen Förderung ist auch die finanzielle Förderung eine große Entlastung. Diese macht es überhaupt erst möglich, sich vollends dem Studium und dem Engagement widmen zu können und räumt darüber hinaus die Möglichkeit ein, Freiräume für neue Ideen und Impulse zu schaffen.

6. Was kannst Du anderen empfehlen, die sich für ein Stipendium bewerben möchten?

Ich möchte wirklich jedem nahelegen, es zu versuchen und die Chance zu ergreifen, sich um ein Stipendium zu bewerben. Meiner Meinung nach kann man nichts verlieren, sondern nur dazugewinnen. Und gesetzt den Fall, dass es mit dem Stipendium beim ersten Anlauf nicht direkt funktionieren sollte, lernt man bereits durch den Bewerbungsprozess viele neue Dinge dazu und hat die Möglichkeit, auf spannende Menschen zu treffen, zum Beispiel im Rahmen eines Auswahlwochenendes. 

An dieser Stelle möchte ich gerne noch einmal hervorheben, dass es bei mir auch nicht direkt beim ersten Mal geklappt hat. Ich hatte mich während meiner Abiturzeit bei einem anderen Förderwerk beworben und nahm sogar an einem Auswahlwochenende teil. Das Durchlaufen des Bewerbungsverfahrens hat mir sehr geholfen, mich selbst und die gewonnen Eindrücke zu reflektieren und mich mit den Abläufen, vor allem auch mental, vertraut zu machen. Dies hat mich bei meinem zweiten Anlauf sehr stärken können, da ich genau wusste, wie ich mich am besten vorbereiten und mental einstimmen konnte. Lasse dich somit von einer Absage nicht entmutigen und durch mögliche Zweifel davon abhalten, es ein weiteres Mal zu versuchen und dann vielleicht doch letztendlich dein Stipendium zu erhalten.

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